Erinnerung lernen „Spaziergang“ in Krementschuk

(Bericht unserer Partner vom „Kulturellen Dialog Kremschuk“)

Die Gruppe traf sich am Haupteingang des Parks und unser Führer erzählte uns die Geschichte des beginnenden Zweiten Weltkriegs und des Holocaust durch Kugeln, wie diese Tragödie die Ukraine und unsere Stadt erreichte. Tausende jüdischer Menschen wurden binnen kürzester Zeit von den Deutschen ermordet.

Der heutige „Park des Friedens“ war der Ort, an dem die Nazis der sog Einsatzgruppen die Juden und später auch andere Menschen bestialisch  töteten. Während der Zeit der Sowjetunion wurden diese Informationen unter Verschluß gehalten und erst als die heutigen Bauherren begannen, hier einen Park zu errichten, fanden sie menschliche Knochen vor und man begann zu recherchieren und schließlich wurde die Geschichte des Holocaust in Krementschuk öffentlich zugänglich gemacht.
Wir gingen dann zum Monument für „Gerechten unter den Völkern“, für die Menschen die in der Region Krementschuk in dunkler Zeit, jüdisches Leben gerettet haben.
Der Stein wurde 2017 zu Ehren von 42 dieser Menschen gesetzt und wir waren zusammen mit Frau Berezhna und Herrn Matthias Richter „Erinnerung lernen“ bei der Einweihung anwesend. Alle diese Krementschuker Bürger sind in Yad Vashem, dem zentralen Mahnmal für die Opfer und die Helden der Shoa in Jerusalem geehrt worden,

Es folgte eine interessante emotionale Diskussion über all diese historischen Ereignisse, über Ereignisse in unserer Stadt mit unserem Führer, einem engagierten Lokalhistoriker.

Anschließend besuchten wir den sog. „Gong des Friedens“ der  die symbolische Bedeutung des Parkes unterstreichen soll.  
Dieser Park ist ein Ort von  schreckliche Tragödien, NS-Morden und furchbaren Einzelschicksalen und nun nach vielen Jahren symbolisiert es, das sich das Schreckliche nie wiederholen soll.  

Danach besuchten wir ein Freilichtmuseum für militärisches Gerät, ebenfalls verbunden mit der Geschichte des zweiten Weltkrieges.
Die „Erinnerungsspaziergänge“ von denen wir jetzt im Rahmendes Projektes „Erinnerung lernen“ schon einige durchgeführt haben, sind unserer Erfahrung nach ein gutes Format um sich der lokalen Erinnerung zu nähern und mit verschiedenen Akteuren darüber zwanglos ins Gespräch zu kommen.

Die Botschaft an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist klar: Niemals darf sich so etwas wiederholen.


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